Nahaufnahme vom Maja T.

Maja T. ist eine nicht-binäre Antifaschist_in, die über 600 Tage in Budapest in Isolationshaft saß. Maja war 24 Jahre alt, als Maja sich im Verfahren mit einer möglichen Freiheitsstrafe von bis zu 24 Jahren konfrontiert sah. 

Der Film zeigt Ausschnitte aus den Gerichtsverhandlungen in Budapest sowie Eindrücke der Solidaritäts- und Unterstützungsbewegungen rund um Maja. Er zeichnet die Entwicklung des Verfahrens bis September 2025 nach und beleuchtet dessen politische und gesellschaftliche Dimensionen. Im Mittelpunkt steht dabei auch der Kontext eines zunehmend autoritären politischen Klimas in Ungarn, in dem die ultranationalistische Fidesz-Regierung Antifaschismus eliminieren will.

Knapp ein Jahr wurde an nur siebzehn Prozesstagen in Budapest gegen Maja T. (und andere nicht Anwesende) verhandelt. Das Verfahren gilt als hochumstritten, unter anderem weil die Auslieferung in das queerfeindliche Ungarn im Juni 2024 rechtswidrig war und nur wenige Indizien  vorlagen, dass Maja T. an den Angriffen am „Tag der Ehre“ in Budapest 2023 beteiligt war. Am 4. Februar 2026 wurde Maja zu acht Jahren Haft verurteilt. Maja hat gegen das Urteil Berufung eingelegt und bleibt bis zur Entscheidung in Budapest in Haft.

Nach dem Film gibt es ein ausfühliches Film- und Hintergrund Gespräch.

13 Uhr
Centro Sociale

Regie

Marta Massa

Ort

Hungary,Italy

Jahr

2025

Länge

30 Min.

Sprache

Ungarisch und Deutsch mit englischen Untertiteln

Format

digital