
Our Joyful Endings
„Our Joyful Endings“ folgt dem Tagebuch einer trans-männlichen Person, welche beobachtet, wie sich die eigene körperliche Wahrnehmung und die Sichtweise anderer auf ihn im Laufe der Transition wandelt. Zwischen Sehnsucht, Unsicherheit und Selbsthinterfragung. Daraus entsteht ein Gefühl der Verbundenheit mit Menschen, die diese Erfahrung teilen.
Content Notes: explizite sexuelle Handlungen, Nacktheit, Fisting
„Our Joyful Endings“ entstand als Reaktion auf verschiedene Beobachtungen zum Körper und zum Begehren im Leben von trans-maskulinen Menschen.
Auf diesen Wegen, die manchmal mit körperlichen Veränderungen einhergehen, kann der Körper ein Träger von Euphorie, ein Akteur der Lust, ein Objekt der Begierde, aber auch der Ablehnung sein. Es mangelt schmerzlich an erotischen Darstellungen trans-maskuliner Körper, insbesondere in der schwulen Erotik.
Erfahrungen von Ablehnung trans-maskuliner Menschen in schwulen Communites sind weit verbreitet. Wir stellen einen Zusammenhang her zwischen dem Mangel an Darstellungen, den Schwierigkeiten, Begehren zu projizieren, und der Ablehnung. Wie können wir tatsächlich einen Körper begehren, an den nie gedacht wurde oder den wir nie gesehen haben?
In „Our Joyful Endings“ war es uns ein Anliegen, eine Vielfalt trans-maskuliner Körper mit unterschiedlichen Lebenswegen zu zeigen. In der allgemeinen Vorstellung ist ein trans Körper einer, der sich einer Operation unterzogen hat, um binären Geschlechternormen zu entsprechen, doch dies ist bei weitem nicht die Norm.
Es erscheint uns zudem unerlässlich, dass es mehr Darstellungen von trans Personen in filmischen Werken gibt.
Zusätzlich zur Darstellung von trans Menschen auf der Leinwand haben wir uns dafür entschieden, ein Fotoshooting mit einer ausgewählten Mischung an trans-maskulinen und nicht-binären Personen zu organisieren.
In Anlehnung an die Arbeit der hauptverantwortlichen Person für Kameraführung und Bildgestaltung (cinematographie) des Films orientierte sich die Wahl der Bildsprache an der experimentellen Fotografie. Abgelaufener Schwarz-Weiß-35-mm-Film, der mit traditionellen DIY-Techniken entwickelt und digitalisiert wurde, verleiht „Our Joyful Endings“ eine äußerst intime visuelle Dimension.
16.05.
2026
18 Uhr
Centro Sociale
Regie
La Fille Renne, Lucie Babayan
Ort
Frankreich
Jahr
2025
Länge
6’07 Min.
Sprache
Französisch mit englischen Untertiteln
Format
digital
Social
Web

